Entwicklung

Gasanlagen, die den Betrieb von Kraftfahrzeugen mit Erd- oder Autogas erlauben, werden bereits seit vielen Jahren eingesetzt. Das wachsende Umweltbewusstsein hat die Weiterentwicklung dieser technisch bereits ausgereiften Methode ebenso gefördert, wie die Möglichkeit die Tankkosten wesentlich zu reduzieren. Moderne Anlagen sind leicht zu bedienen und sehr sicher. Heute werden europaweit mehr als 2 Mio. Fahrzeuge mit Flüssiggas betrieben. Es finden sich Nachrüstsätze für fast alle Benzin-Motoren und dank der wachsenden Popularität gibt es eine Vielzahl von Tankstellen, die auch Flüssiggas vertreiben. Im Kreis Paderborn finden sich mehr als 110 dieser Tankstellen, deutschlandweit gibt es mehr als 6.000!

Autogas wird bis zum 31.Dezember 2025 garantiert steuerlich begünstigt. Beispiele aus dem europäischen Ausland lassen vermuten das die Begünstigung auch nach diesem Datum noch fortgesetzt wird.

Technische Hintergründe

Grundsätzlich wird bei Autogas-Anlagen der flüssige Treibstoff aus einem Gastank über Rohrleitungen, Absperr- und Steuerventile zum Motor geführt. Je nach Fahrzeugtyp wird das Gas teils über einen Verdampfer in den gasförmigen Zustand gebracht, bevor es dem Antriebsaggregat über eine spezielle Einspritzanlage zugeführt wird.

Über eine elektronische Steuerung wird der Benzinbetrieb abgeschaltet und die Gaseinspritzung gesteuert.

Die Grafik veranschaulicht das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten:

Systemarten

Es gibt vier gebräuchliche Typen von Autogasanlagen. Gerne beraten wir Sie persönlich dazu welche Anlage für Ihr Fahrzeug am sinnvollsten ist und mit welchen Tanks diese kombiniert werden können. Die wichtigsten Faktoren für die Auswahl sind der Motortyp und die Euro-Abgasnorm des Fahrzeuges.

Vollsequenzielle Flüssiggaseinspritzung (z.B. Vialle LPI/LPDI)tl_files/gas/Bilder/einbau-bild.jpg

  • gleiche Steuerung wie bei der vollsequenzielle Anlagen, jedoch ohne Verdampfer – das Gas wird kalt in flüssiger Form direkt in den Ansaugtrakt (bzw. in den Zylinder bei einigen Direkteinspritzern) gepumpt
  • höhere Anschaffungskosten
  • gute Lösung bei bestimmten Motor- bzw. Fahrzeugtypen

Vollsequenzielle Anlagen (z.B. Landi Renzo OMEGAS, Prins VSI, BRC Sequent Plug & Drive) tl_files/gas/Bilder/einbau-bild2.jpg

  • für Motoren mit sequenzieller bzw. gruppensequenzielle Benzineinspritzung,
    sowie einige Direkteinspritzmotoren (EURO 3-5)
  • elektronisch gesteuertes Dosierventil je Zylinder
  • mit OBD-System des Fahrzeuges kompatibel

Teilsequenzielle Anlagen (z.B. Landi Renzo IGS)tl_files/gas/Bilder/einbau-bild4.jpg

  • gute Alternative für ältere Motoren mit mechanischer Einspritzung
  • elektronisch gesteuertes Dosierventil

Venturi-Technik (z.B. Landi Renzo LCS/2 / BRC Just)tl_files/gas/Bilder/einbau-bild3.jpg

  • für ältere und einfache Motoren (bis EURO 2 bzw. D3)
  • ähnlich wie Vergasertechnik
  • sehr preiswerte Lösung